Um ein Auto auf der Straße bewegen zu dürfen, ist ein optimaler Versicherungsschutz sowie das Begleichen der Steuern notwendig. Die Deckungskarte spielte dabei eine wichtige Rolle. Was das genau ist und wie sie beantragt wurde beziehungsweise wird, möchten wir hier darlegen.

Was ist die Deckungskarte?

Die Deckungskarte wurde benötigt, um ein Fahrzeug anzumelden oder umzumelden. Sie wurde von der Versicherungsgesellschaft ausgestellt und musste bei der Kfz-Zulassungsstelle eingereicht werden. Die Deckungskarte war somit eine Bestätigung der Versicherung, dass das Auto auch wirklich versichert wird.

Ausgegeben wurde die Deckungskarte dann, wenn der Versicherungsnehmer mindestens eine Kfz-Haftpflicht abgeschlossen hatte. Wir sprechen hier in der Vergangenheit, weil es die klassische Deckungskarte nicht mehr gibt. Im Jahr 2008 hat der Gesetzgeber festgelegt, dass der Versicherungsschutz auf elektronischem Wege nachgewiesen werden muss. Das geschieht nun mit der so genannten eVB – der elektronischen Versicherungsbestätigung.

Bis Ende 2002 hieß die Deckungskarte noch Doppelkarte. Sie bestand aus zwei Teilen. Ein Teil blieb bei der Zulassungsstelle, der andere Teil wurde an den Versicherten ausgehändigt. Von Anfang 2003 bis 2008 war dann die Zeit der Deckungskarte. Sie bestand lediglich aus einem Teil, so dass die Zulassungsstelle nichts einbehalten hat. Seit 2008 wird ausschließlich der elektronische Weg genutzt. Das Anmelden des Fahrzeuges bei der Kfz-Zulassungsstelle geht schneller.

Was ist die Doppelkarte?

Die Doppelkarte war der Vorgänger der Deckungskarte. Sie bestand aus zwei Teilen, von dem der eine Teil bei der Kfz-Zulassungsstelle blieb und der andere Teil wurde an den Versicherten nach Anmeldung des Fahrzeuges zurückgegeben. So hatten beide Parteien immer einen Nachweis darüber, dass ein Versicherungsschutz besteht.

Die Doppelkarte ist aber seit 31.12. 2002 nicht mehr aktiv. Sie wurde von der Deckungskarte abgelöst, die bis 2008 zum Einsatz kam. Aktuell gilt die eVB – die elektronische Versicherungsbestätigung. Ist deutlich praktischer und für den Datenaustausch zwischen der Kfz-Zulassungsstelle, dem Kraftfahrt-Bundesamt sowie den Versicherungsgesellschaften besser geeignet.

Welche Vorteile hat die eVB Nummer?

Als Beleg für das Vorhandensein einer Kfz-Haftpflichtversicherung gegenüber der Zulassungsstelle wird die elektronische Versicherungsbestätigung genutzt. Nur mit dieser Bestätigung wird das Kennzeichen für das Fahrzeug ausgehändigt. Da es sich um ein elektronisches Dokument handelt, gibt der Versicherungsnehmer gegenüber der Zulassungsstelle einfach seine eVB Nummer an.

Es handelt sich bei der eVB Nummer um einen siebenstelligen Code, der zentrale Informationen über den Versicherten sowie das Fahrzeug enthält. Alle Zulassungsstellen haben Zugriff auf diese Nummer, so dass eine schnelle Bearbeitung möglich ist.

Wo kann ich die Deckungskarte beantragen?

Die Deckungskarte beziehungsweise die eVB Nummer wird bei der Versicherungsgesellschaft beantragt, die für die Absicherung des Fahrzeuges genutzt werden soll. Sobald der Versicherungsvertrag gültig ist, wird die Nummer erstellt und kann genutzt werden.

Welche Daten brauche ich, um die Deckungskarte zu beantragen?

Für die Beantragung werden Details zum Auto benötigt. Sollte das Auto bereits einmal angemeldet worden sein, dann wird auch das Kennzeichen abgefragt. Im Fahrzeugschein sind alle Details enthalten, die für die Beantragung der Deckungskarte relevant sind. Zudem werden Informationen zum Fahrer, zum gewünschten Versicherungsschutz und zu möglichen vorhandenen Rabatten abgefragt und dokumentiert. Wer bereits lange Auto fährt und unfallfrei ist, kann einen günstigeren Tarif in Anspruch nehmen als Fahranfänger oder ältere Versicherungsnehmer. Das hängt aber immer von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft und vom ausgewählten Tarif ab. Hier gilt es, im Vorfeld zu vergleichen, damit ein faires Angebot gefunden wird.

Wie lange ist die Deckungskarte gültig?

Die Deckungskarte ist an das Fahrzeug und den Versicherten gebunden. Sie ist bis zu sechs Monate gültig. In diesem Zeitraum muss sie zum Anmelden, Ummelden oder Abmelden zum Einsatz kommen. Verstreicht die Zeit ohne Nutzung, kann eine neue Karte beziehungsweise Nummer beantragt werden. Wird nur ein Kurzzeitkennzeichen beantragt, gilt die eVB Nummer beziehungsweise die Deckungskarte nur 3 Monate.

Was kostet due Deckungskarte?

Die Deckungskarte beziehungsweise der Versicherungsnachweis sind kostenlos von der Versicherung erhältlich. Das Ausstellen des Dokuments beziehungsweise das Festlegen der Versicherungsnummer hat nichts mit dem Versicherungsschutz zu tun. Dieser wird separat mit der Versicherungsprämie bezahlt. Welche Kosten dabei entstehen hängt vom ausgewählten Tarif ab.

Wer benötigt eine eVB?

Wenn zum ersten Mal ein neues Auto zugelassen wird, ist die eVB notwendig. Aber auch dann, wenn ein gebrauchter PKW umgemeldet wird. Weiterhin wird die Nummer benötigt, wenn der Fahrzeugbesitzer umgezogen ist oder wenn generell ein Halterwechsel stattfindet. Unverzichtbar wird sie auch, wenn am Auto Veränderungen vorgenommen werden, die den technischen Zustand des Fahrzeuges betreffen. Zudem wird sie für das Abmelden des Fahrzeuges benötigt.

Im besten Fall erkundigt man sich bei der Versicherung, ob die Karte beziehungsweise Nummer benötigt wird. So ist man für den Gang zur Zulassungsstelle bestens gerüstet und es kommt nicht zu Unstimmigkeiten.