Kfz-Versicherung für Fahranfänger

Das wichtigste kurz zusammengefasst:

Als Fahranfänger zahlen Sie gerade in den ersten Jahren mehr für eine Kfz-Versicherung. Vor allem, wenn Sie noch sehr jung sind und Ihren Führerschein erst seit kurzem haben. Um Geld zu sparen & Kosten gering zu halten, sollten Sie sich also die Zeit nehmen, verschiedene Kfz Versicherungen miteinander zu vergleichen.
Wer einen noch günstigeren Weg sucht, sollte sein Fahrzeug bei Verwandten mitversichern lassen, um von vornherein in eine günstigere Schadenfreiheitsklasse einzusteigen.

Mit dem ersten eigenen Auto kommen nicht nur neue Freiheiten, sondern auch Pflichten und Kosten auf Sie zu. So wird sich jeder neue Fahrer zunächst um den Abschluss einer Kfz-Versicherung kümmern müssen.
Alles, was Sie diesbezüglich als Fahranfänger wissen müssen, worauf Sie achten sollten und wie Sie beim Abschließen einer Kfz-Versicherung Geld sparen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was kostet die Kfz-Versicherung für Fahranfänger?

Die Höhe Ihres Beitrags zur Autoversicherung hängt davon ab, in welche Schadensfreiheitsklasse (SF-Klasse) Sie eingestuft sind.
Da Fahranfänger nochkeine Fahrpraxis im Straßenverkehr haben und dementsprechend auch ein höheres Risiko darstellen, werden sie zunächst in die Schadenfreiheitsklasse 0 eingestuft. Mit jedem unfallfreien Jahr wird der Fahrer in die nächst höhere Klasse eingestuft, wobei gilt: je höher die Schadenfreiheitsklasse, desto günstiger.
Die genauen Tarife variieren hierbei abhängig vom Versicherer.

Zudem müssen Sie bei einigen Versicherungen zusätzlich Risikozuschläge zahlen, sofern sie jünger als 25 Jahre sind, da junge Fahrer zwischen 18 und 24 statistisch gesehen die meisten Unfälle verursachen, und daher auch ein größeres finanzielles Risiko für die Versicherung bergen.

Wieviel Prozent entspricht der Beitragssatz für Fahranfänger?

Schließen Sie als Fahranfänger eine Kfz-Versicherung ab, steigen Sie wie erwähnt in die SF-Klasse 0 ein, in welcher sie je nach Versicherung einen Beitragssatz von 95-100% zahlen. Wie hoch genau dieser ist, hängt wieder von Ihrem Versicherer ab. Hier lohnt es sich also, möglichst viele Tarife & Beiträge zu vergleichen.

Die Beitragssätze der ersten Schadenfreiheitsklassen liegen grundsätzlich allerdings noch recht weit auseinander, sodass Sie nach zwei unfallfreien Jahren im Durchschnitt nur noch 56% bezahlen.

Es kann außerdem vorkommen, dass bestimmte Versicherungen Ihnen anbieten, auch als Fahranfänger direkt in eine günstigere SF-Klasse einzusteigen, wenn beispielsweise Ihre Eltern bereits bei dieser Gesellschaft versichert sind.

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Gelten Fahrer über 25 Jahre auch als Fahranfänger?

Als Fahranfänger gilt man, unabhängig vom eigenen Alter oder der gefahrenen Strecke, wenn der Erhalt der Fahrerlaubnis weniger als zwei Jahre zurückliegt. Nach Ablauf dieser zwei Jahre ist man aus versicherungstechnischer Sicht kein Fahranfänger mehr.
Sind Sie also bereits über 25, haben aber erst vor weniger als zwei Jahren Ihren Führerschein erhalten, steigen sie wie jeder andere Fahranfänger in die Schadenfreiheitsklasse 0 ein. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass die eingangs erwähnte Möglichkeit entfällt, dass Sie Risikozuschläge für unter 25-jährige zahlen müssen. Denn ab 25 Jahren zählen Sie, egal wieviel Fahrpraxis Sie haben, nicht mehr zur Risikogruppe der 18- bis 24-jährigen.

Spartipp: Fahranfänger bei den Eltern oder Verwandten mitversichern

Mit dem folgenden Tipp ist es möglich, dass Sie nicht in die SF-Klasse 0 einsteigen müssen, sondern von Beginn an in eine bessere Klasse eingestuft werden.
Wenn eines Ihrer Elternteile oder ein Verwandter ein Fahrzeug als Zweitwagen versichert und Sie als Fahrer einträgt wird dieses Zweitwagen direkt in die Schadenfreiheitsklasse ½ oder gar noch günstiger eingestuft. Doch Achtung: Sie als Fahrer dürfen hierbei in aller Regel nicht älter als 23 Jahre sein.

Auch die SF-Klasse des Zweitwagens wird nach dem gewohnten Prinzip höhergestuft. Möchten Sie irgendwann eine eigene Versicherung abschließen, können Sie den Zweitvertrag mit dem Einverständnis des Elternteils bzw. Verwandten mitsamt der bis dahin erreichten SF-Klasse problemlos übernehmen, ohne, dass Sie in SF-Klasse 0 einsteigen müssen. Nach einigen Jahren, kann die Schadenfreiheitsklasse beim wechseln der Kfz-Versicherung übertragen werden.