Günstige Kfz-Versicherung

Günstige Kfz-Versicherung: Wie Sie jährlich einige Hundert Euro sparen können

Die Kfz-Versicherung gehört zu den größten Fixkosten-Positionen bei einem eigenen Fahrzeug: Insbesondere Fahranfänger müssen mit erheblichen Belastungen rechnen, wenn der erste eigene Wagen versichert werden soll. Im Unterschied zum Fahrzeugkauf oder der Kfz-Steuer lassen sich die Kosten durch einige Maßnahmen allerdings deutlich reduzieren, ohne dass Sie auch hinsichtlich der Leistung Abstriche machen müssen. Worauf es konkret ankommt, erfahren Sie hier.

Wie Kfz-Versicherer kalkulieren

Aus Sicht der Versicherung ist die Rechnung einfach: Die persönliche Unfallwahrscheinlichkeit in Verbindung mit den prognostizierten Kosten für den Schadensfall ergeben den Versicherungsbeitrag. Konkret entscheidet der Wohnort, der konkrete Fahrzeugtyp sowie der persönliche Schadensfreiheitsrabatt über eine günstige Kfz-Versicherung. Während Sie auf den Wohnort in Hinblick auf die Kfz-Versicherung nur wenig Einfluss ausüben können, sollten Sie schon beim Autokauf auf die Kaskoklassen achten: Sowohl bei der Kfz-Haftpflicht, der Teilkasko sowie der Vollkaskoversicherung deutet ein hoher Wert auf ebenso hohe Versicherungskosten hin. Die niedrigste Klasse ist zehn, 15 ist in etwa in der Mitte anzusiedeln und Werte über 20 deuten auf hohe Versicherungskosten hin.

Persönliche Schadensfreiheitsklasse: Jede Versicherung kalkuliert anders

Die persönliche Schadensfreiheitsklasse hängt von der Anzahl der unfallfrei gefahrenen Jahre ab. Wer beispielsweise 20 Jahre lang keinen Schadensfall verursacht hat, bekommt die Schadensfreiheitsklasse (SF-Klasse) 20 – und zahlt meist nur um 30 Prozent des Referenz-Beitragssatzes. Fahranfänger starten mit SF-Klasse 0 und müssen nicht selten 140 Prozent des Referenzsatzes leisten. An dieser Stelle sollte aber berücksichtigt werden, dass jede Versicherung anders kalkuliert. Einige Gesellschaften stufen Neulinge mit 120 Prozent ein. Auch der Zuschlag für besonders junge Fahrer orientiert sich an unterschiedlichen Altersgrenzen. Bei einigen Kfz Versicherungen zählen alle Fahrer bis zum vollendeten 25. Lebensjahr als jung, eine billige Autoversicherung zeichnet sich aber dadurch aus, dass die Grenze nur bis zum 23. Geburtstag gezogen wird. Hier zeigt sich bereits eines deutlich: Ein umfangreicher Versicherungsvergleich muss in jedem Fall vor dem Vertragsabschluss erfolgen. Die Unterschiede zwischen vergleichbaren Leistungen liegen schnell bei einigen Hundert Euro im Jahr.

Zusätzliche Vergünstigungen erhalten

Darüber hinaus gibt es Kfz Versicherungen, die besondere Berufsgruppen bevorzugen: Wenn Sie verbeamtet sind oder im öffentlichen Dienst arbeiten, können Sie von deutlichen Vergünstigungen profitieren. Auch eine niedrige Jahresfahrleistung sorgt für eine billige Kfz Versicherung. Weiterhin sorgt ein nächtlicher Unterstellplatz für Rabatte, weil die Gefahr von Hagelschäden oder Vandalismus sinkt. Wenn Sie sich auf eine Werkstattbindung einlassen, bedeutet dies, dass Ihr Fahrzeug im Schadensfall bei einer Vertragswerkstatt der Versicherung instandgesetzt wird. Die Versicherungsgesellschaft hat mit dieser Werkstatt besondere Konditionen ausgehandelt, was durch einen günstigen Vertrag zum Teil auch an den Versicherten weitergegeben wird. Andere Versicherungen begünstigen Oldtimer-Fahrer oder Neuwagenkäufer. Beide Gruppen neigen dazu, mit den teuren Fahrzeugen besonders vorsichtig umzugehen – und dadurch weniger Unfälle zu verursachen. Weil diese Rabatte aber nicht von jeder Versicherungsgesellschaft gewährt werden, sollten Sie nach einem entsprechenden Vertrag Ausschau halten, um von den Vorteilen zu profitieren.

Beitragssenkung durch Leistungsverzicht?

Unabhängig von der Frage, ob Sie bestimmte Rabatte nutzen können, stellt sich auch die Frage nach dem passenden Leistungsangebot. Gesetzlich vorgeschrieben ist nur die Kfz-Haftpflichtversicherung. Sie sorgt dafür, dass der Geschädigte bei einem Unfall in jedem Fall sein Geld erhält, wenn Sie den Zusammenstoß verursacht haben. Auch wenn die gesetzlichen Haftungshöhen schon recht hoch angesetzt sind, können Sie bei den meisten Versicherungen eine freiwillige Haftungserhöhung auf 50 oder gar 100 Millionen Euro auswählen. Dies bedeutet, dass Sie auch dann vollständig abgesichert sind, wenn beispielsweise in der Folge eines Unfalls eine lebenslange Invalidenrente gezahlt werden muss.

Selbstbeteiligung erhöhen

Abgesehen von der Kfz-Haftpflicht Versicherung gibt es aber auch noch die Teilkasko. Die Teilkaskoversicherung zahlt bei Diebstahl des Fahrzeugs, bei Steinschlag oder Wildunfällen – also allen Schäden, die Sie einerseits nicht selbst verursacht haben, die andererseits aber auch einer dritten Person nicht angelastet werden können. Insbesondere für ältere Gebrauchtwagen ist die Teilkasko eine interessante Alternative zur Vollkaskoversicherung. Letztere zahlt auch bei selbst verschuldeten Schäden. Womöglich können Sie bei einem geringen Fahrzeugwert auf sämtliche Kaskoversicherungen verzichten. Wichtig ist hierbei, dass Sie einen möglichen Totalverlust des Fahrzeugs aus eigener Tasche finanzieren könnten. Auch eine Erhöhung der sogenannten Selbstbeteiligung sollte in Betracht gezogen werden. Bei der Selbstbeteiligung handelt es sich um jeden Betrag, den Sie im Schadensfall selbst leisten müssen. Bei der Teilkasko sind dies üblicherweise 150 Euro, bei der Vollkasko gar 300 Euro. Wenn ihr finanzieller Spielraum dies zulässt, können Sie allerdings auch beide Beträge verdoppeln – und dafür von günstigeren Prämien profitieren.

Sind zusätzliche Tarifoptionen sinnvoll?

Viele Versicherer locken durch zusätzliche Extras in Ihren Tarifen, die den Leistungsumfang erhöhen: Bei der sogenannten Mallorca-Police wird der Versicherungsschutz eines Leihwagens im Urlaub erhöht. Anders als in Deutschland sind die gesetzlichen Deckungsbeiträge in vielen beliebten Urlaubsländern vergleichsweise niedrig angesetzt. Im Schadensfall kann sich daraus eine Lücke ergeben, die Sie aus eigener Tasche finanzieren müssten. Wenn Sie diese Option buchen, schließt die eigene Versicherung diese Lücke. Sofern Sie nur selten oder nie einen Leihwagen im Urlaub buchen, können Sie auf dieses Tarifextra auch verzichten. Dasselbe gilt für einen Schutzbrief im Pannenfall, der üblicherweise die Leistungen eines Automobilclubs ersetzt. Wenn Sie beispielsweise im ADAC oder AvD Mitglied sind, können Sie auf einen weiteren Schutzbrief problemlos verzichten. Bei Versicherungsleistungen wie dem Schadensersatz bei Marderbiss, lohnt es sich zumindest, genauer hinzuschauen: Einige günstige Versicherungen übernehmen nur direkte Schäden, die der Marder verursacht – beispielsweise einen Kabelbiss. Bei anderen Versicherungsverträgen werden auch daraus resultierende Folgeschäden ersetzt. Denn wird beispielsweise einen Kühlerschlauch undicht, kann schnell ein Motorschaden die Folge sein. Auch eine zusätzliche Verkehrsrechtsschutzversicherung ist häufig enthalten, bei Bestehen einer gesonderten Police allerdings nicht notwendig. Dasselbe gilt auch für die Unfallversicherung, die viele Menschen häufig separat abschließen. Im Interesse einer günstigen Autoversicherung kann also auf die doppelte Police verzichtet werden. Nicht kostenfrei sind auch sogenannte Rabattretter. Dabei handelt es sich um Klauseln im Versicherungsvertrag, die auch im Falle eines selbst verursachten Schadens dafür sorgen, dass die Versicherungsprämien nicht sofort wieder ansteigen. Im Zweifel gilt auch hier: Besser auf die Option verzichten und direkt von günstigeren Prämien profitieren.

Wann Sie die alte Versicherung bei einem Versicherungswechsel kündigen müssen

Wenn Sie diese Aspekte berücksichtigt und einen Versicherungsvergleich gestartet haben, finden Sie oft deutlich günstigere Angebote, als im aktuellen Versicherungsvertrag. Sie sollten allerdings berücksichtigen, dass der alte Versicherungsvertrag nur zum Jahresende gekündigt werden kann, wenn die Kündigung bis zum 30. November des laufenden Jahres bei der Versicherungsgesellschaft eingegangen ist. Ein Sonderkündigungsrecht besteht nur bei einer Beitragserhöhung oder einer Schadensregulierung durch die Versicherung.

Fazit: Nutzen Sie die große Auswahl an Kfz-Versicherungsverträgen

Die Berechnungsgrundlagen von Kfz-Versicherungen sind komplex: Neben dem Wohnort, dem Fahrzeug sowie der eigenen Schadensfreiheitsklasse zählen noch viele weitere Kriterien dazu. Wenn Sie diese Kriterien kennen, unterschiedliche Tarife sinnvoll vergleichen und das passende Leistungsprofile für sich auswählen, waren Sie schnell dreistellige Eurobeträge pro Jahr.

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