Kfz-Zulassung: Auto anmelden – Das brauchen Sie

Kraftfahrzeuge müssen in Deutschland auf den richtigen Halter und am zugehörigen Wohnort gemeldet sein. Wenn Sie ein neues Auto kaufen, müssen Sie es deshalb bei der Zulassungsbehörde anmelden. Das wirkt auf den ersten Blick kompliziert und langwierig, gestaltet sich mit der richtigen Vorbereitung aber einfacher als geglaubt.

Wo wird die Kfz-Zulassung vorgenommen?

In Deutschland gibt es verschiedene Zulassungsbehörden, deren Standorte Sie auf der Website des Bundesamtes für Kraftfahrt einsehen können. Informieren Sie sich rechtzeitig, welche Zulassungsstelle für Sie verantwortlich ist. Wenn Sie das Fahrzeug auf eine Firma oder einen Verein anmelden möchten, müssen Sie sich am Hauptsitz des Unternehmens orientieren.

Um die Zulassung schnell abfertigen zu können, sollten Sie den Termin pünktlich wahrnehmen und sich ausreichend darauf vorbereiten. Wenn auch nur ein Dokument fehlt, kann das Fahrzeug von der Zulassungsstelle nicht angemeldet werden. Auch das Internet ist eine effektive Anlaufstelle für die Vorbereitung. Hier können Sie Ihr Fahrzeug zwar nicht anmelden, aber bereits wichtige Daten erfassen.

So ist es zum Beispiel möglich, online ein Auto umzumelden, abzumelden oder einen Termin für die Zulassung zu vereinbaren. Bei der Zulassungsbehörde müssen Sie aber dennoch persönlich erscheinen. Das liegt vor allem daran, dass Sie dort Ihre Fahrzeugpapiere erhalten und die TÜV-Plakette auf dem Nummernschild angebracht werden muss.

Checkliste: Welche Unterlagen braucht man für die Kfz-Zulassung?

Unterlagen, die immer notwendig sind:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • Nummer der elektronischen Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer)
  • ein SEPA-Mandat für den Einzug der Kfz-Steuer

Für Neuwagen wird benötigt:

  • die EG-Übereinstimmungsbescheinigung des Herstellers

Für Gebrauchtwagen oder stillgelegte Autos wird benötigt:

  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
  • ein Bericht der letzten Hauptuntersuchung
  • die alten Kennzeichen

Manchmal sind weitere Dokumente mitzuführen:

  • eine schriftliche Einverständniserklärung des Erziehungsberechtigten bei Minderjährigen
  • ein Auszug aus dem Vereinsregister bei Vereinen
  • ein Handelsregisterauszug und die Gewerbeanmeldung bei Unternehmen

Einen Vertreter für die Kfz-Anmeldung benennen

Wenn Sie die Zulassung Ihres Fahrzeuges nicht selbst vornehmen können, haben Sie die Option, einen Vertreter zu benennen. Er muss allerdings eine schriftliche, von Ihnen unterschriebene Zulassungsvollmacht, eine Kopie Ihres Personalausweises und eine Einverständniserklärung mitbringen. Diese Einverständniserklärung belegt, dass es für Sie in Ordnung ist, wenn dem Vetreter mögliche Kfz-Schulden und die Kfz-Steuer genannt werden. Für die Vollmacht sind im Internet, zum Beispiel beim Straßenverkehrsamt, verschiedene Vorlagen zu finden.

Ein abgemeldetes Auto wieder zulassen: Wie ist das möglich?

Die Betriebserlaubnis eines Fahrzeuges verfällt erst nach sieben Jahren. Somit können Sie Ihr Auto wieder anmelden, wenn es vor weniger als sieben Jahren stillgelegt wurde. Dafür benötigen Sie von Ihrer Kfz-Versicherung eine neue elektronische Versicherungsbestätigung und Ihre Fahrzeugpapiere. Eventuell ist auch eine neue Haupt- und Abgasuntersuchung fällig.

Einige Zulassungsstellen bieten seit 2017 die Möglichkeit, das Fahrzeug online ab- und wieder anzumelden. Das geht aber nur, wenn Sie das Auto wieder auf denselben Halter anmelden. Ansonsten müssen Sie die Zulassungsbehörde besuchen, wo Sie bei der Wiederzulassung auch ein neues Kennzeichen erhalten können.

Wie erhalte ich das richtige Kennzeichen?

Ihr Kennzeichen wird Ihnen bei der Kfz-Zulassung von der Behörde zugeteilt. Meistens können Sie dabei aus mehreren Vorschlägen wählen. Es ist auch möglich, sich vorher online ein Wunschkennzeichen zu reservieren, wenn dieses noch zu vergeben ist. Ansprüche darauf haben Sie allerdings nicht.

Je nach Verwendungszweck des Fahrzeuges gibt es verschiedene Kennzeichen. Das reguläre Kennzeichen, mit dem die meisten Autos fahren, erlaubt den Betrieb ohne jegliche Einschränkungen. Kurzzeitkennzeichen hingegen gelten nur für maximal fünf Tage und dürfen für Überführungs- und Zulassungsfahrten genutzt werden. Saisonkennzeichen werden für Fahrzeuge genutzt, die nur in einem bestimmten Zeitraum gefahren werden.

Für manche Fahrzeuge gibt es auch Vergünstigungen. Dabei sind zu unterscheiden:

  • das H-Kennzeichen für historische, mindestens 30 Jahre alte Fahrzeuge, die daraufhin Steuervergünstigungen erhalten
  • das E-Kennzeichen für rein elektrisch betriebene Autos, die in einigen Städten kostenlos parken dürfen
  • das Wechselkennzeichen für die Zulassung zweier Fahrzeuge mit einem Kennzeichen, die dann von Versicherungsvorteilen profitieren,
  • das Grüne Kennzeichen für Fahrzeuge gemeinnütziger Vereine, Hilfsorganisationen und der Landwirtschaft, die von der Kfz-Steuer befreit werden.
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